Clemens August Kardinal von Galen


 

 Prolog zur Seligsprechung

  
Der am 2. April 2005 verstorbene Papst Johannes Paul II. hat so viele Menschen von allen Kontinenten der Erde selig und heilig gesprochen wie keiner seiner Vorgänger bisher.Zu denjenigen, die nun zur Ehre der Altäre erhoben werden, zählt auch Kardinal von Galen (1878 – 1946), der  „Löwe von Münster“. Seine Seligsprechung im Herbst 2005 fällt in eine Zeit, in der die Religion durch den Laizismus an den Rand gedrängt wird.Gerade jetzt kann uns Kardinal von Galen ein großes Vorbild sein: zum einen durch seine Bereitschaft, die Freiheit des Gewissens und des Glaubens stets zu verteidigen, zum anderen durch seinen uneingeschränkten Einsatz für eine Kultur des Lebens.

Kämpfte gegen 
die national-
sozialistische
Kultur des
Todes: Kardinal Clemens August von Galen   

Clemens August Kardinal von Galen hat sich von Beginn seines Episkopates an im Jahre 1933 für die Freiheit der katholischen Kirche und der Religionsausübung eingesetzt. Er war ein christlicher Widerstandskämpfer im besten Sinne, predigte mutig und unerschrocken gegen die Einengung der religiösen Freiheit und gegen Verdrängung und Verfolgung der Kirche. Offen prangerte er Mißstände der Zeit an und zögerte nicht, trotz der erdrückenden Nazi-Diktatur und trotz hoher persönlicher Risiken mit klaren Worten, die menschenverachtende Euthanasie an Behinderten anzuprangern.

Mit dem Beschluß, Kardinal von Galen in das Verzeichnis der Seligen aufzunehmen, ehrt die Kirche einen mutigen Mann und gibt mit ihm ein Beispiel für den Kampf um die Freiheit der Kirche und für den Einsatz für eine Kultur des Lebens.